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Geförderte Projekte

Die KfH-Stiftung Präventivmedizin fördert patientenorientierte Forschungsprojekte, die dazu beitragen, Nierenschäden frühzeitig zu erkennen und besser zu behandeln oder die Versorgung von transplantierten Menschen zu optimieren.

Seit dem 1.4.2014 fördert sie fünf neue Forschungsprojekte aus dem Bereich der Versorgungsmedizin. Gegenstand dieses Wissenschaftsbereichs ist es, Aspekte der Kranken- und Gesundheitsversorgung zu analysieren und unter anderem die Frage der ökonomischen Vor- und Nachteile verschiedener Therapieansätze zu beleuchten. Mögliche Versorgungsprobleme sollen so frühzeitig identifiziert werden, um Gegenmaßnahme ergreifen zu können.

Projekte der zweiten Ausschreibungsrunde 

Berliner Initiative Studie (BIS) (Download der Zusammenfassung)
Versorgungssituation und häusliche Lebensumstände in einer Kohorte Hochaltriger

Die Studie richtet den Blick auf die medizinische Situation und Versorgung von über 70-jährigen Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Dabei steht der Einfluss der Medikation auf die im Alter rückläufige Nierenfunktion im Fokus und es werden die bestmöglichen Methoden zur Bestimmung der Nierenfunktion im hohen Alter untersucht. In einem aktuellen Teilprojekt (BIS-prevention) werden nun auch der Einfluss der häuslichen Lebenssituation und ausgewählter Versorgungsparameter auf das Fortschreiten der Nierenerkrankung und die Entstehung von Pflegebedürftigkeit analysiert. weiter

Website: www.bis.charite.de

Projektleitung:

Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey,
Dr. rer. pol. Stefan Blüher und
Dr. rer. medic. Susanne Schnitzer


Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft

 

TRANSNephro-Studie (Download der Zusammenfassung)

Das Forschungsprojekt untersucht das Verhalten von nierentransplantierten Jugendlichen im Rahmen der Behandlung mit immunsupprimierende Medikamenten. Ziel ist es, ein Konzept zur bestmöglichen Begleitung der Jugendlichen auf dem Weg ins Erwachsenenalter zu entwickeln, denn der Erfahrung nach gehen hier durch Betreuungsfehler und Non-Compliance mancher jungen nierentransplantierten Patienten viele Transplantate verloren. In der Studie werden auch moderne Formen der Telemedizin mithilfe von Smartphone-Anwendungen eingesetzt.  weiter

Website: www.transnephro.de

Projektleitung:

Prof. Dr. med. Lars Pape,
Dr. med. Martin Kreuzer

Klinik für pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen
Medizinische Hochschule Hannover

Prof. Dr. med. Reinhard Brunkhorst
Klinik für Nephrologie und Angiologie, Klinikum Region Hannover

Prof. Dr. Marie-Luise Dierks
Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
Medizinische Hochschule Hannover

 

IMREN-Studie (Download der Zusammenfassung)

(inadäquaten Medikation bei Pflegeheimbewohnern mit chronischer Niereninsuffizienz)
Die IMREN-Studie erhebt das Präventionspotenzial der Nierengesundheit bei Pflegeheimbewohnern. Es wird untersucht, wie Menschen aus dieser Patientengruppe bei der Erhaltung ihrer Nierenfunktion unterstützt und wie potenziell schädigende Faktoren ausgeschaltet werden können. weiter

Website:

Projektleitung:

PD Dr. Guido Schmiemann, MPH
Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abt. 1: Versorgungsforschung,
Universität Bremen

Prof. Dr. Falk Hoffmann
Department für Versorgungsforschung
Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 

REFACE-Studie (renal function in ambulatory care) (Download der Zusammenfassung)

Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Datenanalyse. Die Studie wertet Informationen einer Gesundheitsstudie aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Datensätze der kassenärztlichen Vereinigung und von Hausärzten aus. Untersuchungsgegenstand ist die Versorgung nierenkranker Patienten in der Hausarztpraxis.  weiter

Website:

Projektleitung:

Prof. Dr. Sylvia Stracke, MME
Ärztliche Leitung KfH-Nierenzentrum Greifswald, Leiterin Bereich Nephrologie,
Dialyse und Hochdruckkrankheiten, Klinik für Innere Medizin A,
Universitätsmedizin Greifswald

Prof. Dr. Jean-François Chenot, MPH
Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin, Institut für Community Medicine,
Universitätsmedizin Greifswald

 

DEGS (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland) (Download der Zusammenfassung)

Die DEGS-Studie wird vom Robert-Koch-Institut durchgeführt und die erhobenen Datensätzen in verschiedenen Forschungsprojekten anderer Einrichtungen ausgewertet. In dem geförderten Projekt der Universität Halle-Wittenberg werden die Daten unter anderem in Bezug auf mögliche Determinanten der chronischen Niereninsuffizienz hin untersucht.  weiter

Website:

Projektleitung:

Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH
I
nstitut für Klinische Epidemiologie (IKE), Medizinische
Fakultät; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Prof. Dr. med. Matthias Girndt
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II,
ärztl. Leiter des KfH- Nierenzentrums Halle (Saale),
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Projekte der ersten Ausschreibungsrunde 2007/2008

Die erste Ausschreibungsrunde der KfH-Stiftung Präventivmedizin aus dem Jahr 2007/2008 legte thematisch den Schwerpunkt auf sogenannte Kohortenstudien von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen in allen Stadien vor der Dialysepflicht. Diese Studien untersuchen genetische Korrelationen und Profile von Biomarkern sowie klinische Prädiktoren mit dem Ziel, ein individuelles Risikoprofil für jeden Patienten zu erstellen. In der Folge könnte zukünftig auf der Basis dieses individuellen Risikoprofils ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept für den jeweiligen Patienten entwickelt werden. Folgende Projekte wurden in der ersten Ausschreibungsrunde gefördert:

  • The Cardiovascular Comorbidity in Children with Chronic Kidney Disease Study (Download der Zusammenfassung)
    “4C”-Studie untersucht Herz- und Gefäßbeteiligung bei Kindern mit chronischer Nierenerkrankung

    Kinder und Jugendliche mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) werden heute in Europa mit verschiedenen Formen der Nierenersatztherapie (Hämodialyse, Peritonealdialyse, Transplantation) behandelt, die ein Überleben ermöglichen. Heute stellen – ähnlich wie bei erwachsenen Patienten – auch bei Kindern und Jugendlichen mit CNI Erkrankungen des Herzens und der Arterien die bedeutsamste Bedrohung für ein Langzeit-Überleben dar. Akute Ereignisse wie ein Herzinfarkt sind im Kindesalter normalerweise sehr selten, und auch junge CNI-Patienten zeigen im Allgemeinen keine typischen Symptome für eine Herzoder Gefäßerkrankung. Trotz fehlender Beschwerden können aber auch bei Kindern mittels sogenannter nicht-invasiver Untersuchungsmethoden bereits eindeutige strukturelle und funktionelle Veränderungen am Herzen und an den großen Gefäßen charakterisiert werden. In den letzten Jahren haben sich diese Messungen als zuverlässig erwiesen, um spätere klinische Ereignisse vorauszusagen. Ausreichend große systematische Untersuch ngen der Miterkrankung des Herz-Kreislaufsystems gibt es bislang bei Kindern mit CNI nicht. Daher planen wir... weiter

    Website des Projekts: www.4c-study.org

    Projektleitung:

      Prof. Dr. med. Franz Schaefer,
    Universitätsklinikum Heidelberg, Sektion Pädiatrische Nephrologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
     
      Prof. Dr. med. Uwe Querfeld,
    Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie – Charité Campus Virchow-Klinikum
     
  • German Chronic Kidney Disease (GCKD-Studie) (Download der Zusammenfassung)
    Nationale Kohortenstudie zu chronischer Nierenerkrankung

    Zunehmend mehr Menschen leiden an chronischen Nierenerkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass bereits mehr als 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen sind. Eine Einschränkung der Nierenfunktion kann bis zur Dialysepflichtigkeit fortschreiten. Nierenpatienten haben zudem ein stark erhöhtes Risiko, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die individuellen Krankheitsverläufe sind sehr unterschiedlich. Warum das so ist, und von welchen Faktoren ein schneller Krankheitsverlauf abhängt, ist weitgehend unklar. Kontrollierte klinische Studien waren auf dem Gebiet der Nierenerkrankungen bisher seltener als in anderen Fachdisziplinen. Deshalb wird unter der Leitung der Universität Erlangen- Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Universitäten Aachen, Berlin, Freiburg, Hannover, Heidelberg, Innsbruck, Jena, München, Regensburg und Würzburg in ganz Deutschland eine große Beobachtungsstudie durchgeführt. Ziel ist, an einer sehr großen Patientenzahl über einen langen Zeitraum umfassende Erkenntnisse... weiter

    Website des Projekts: www.gckd.de

    Projektleitung:

      Prof. Dr. med. Kai-Uwe Eckardt,
    Universitätsklinikum Erlangen, Medizinische
    Klinik 4, Nephrologie und Hypertensiologie
     
      Prof. Dr. med. Jürgen Floege,
    Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Medizinische
    Klinik II – Klinik für Nephrologie und Klinische Immunologie
     
      Prof. Dr. rer nat. Olaf Gefeller,
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
    Lehrstuhl für Biometrie und Epidemiologie
     
      Prof. Dr. med. Hermann Haller,
    Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für
    Nieren- und Hochdruckerkrankungen
     
      Dr. med. Anna Köttgen, MPH,
    Universitätsklinikum Freiburg,
    Innere Medizin IV, Abteilung für Nephrologie
     
      Prof. Dr. med. Florian Kronenberg,
    Medizinische Universität Innsbruck,
    Division für Genetische Epidemiologie
     
      Prof. Dr. med. Peter Oefner,
    Universität Regensburg,
    Institut für Funktionelle Genomik
     
      Prof. Dr. biol. hom. Hans-Ulrich Prokosch,
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
    Lehrstuhl für Medizinische Informatik
     
      Prof. Dr. med. André Reis,
    Universitätsklinikum Erlangen,
    Humangenetisches Institut
     
      Prof. Dr. med. Elke Schäffner,
    Charité Universitätsmedizin Berlin,
    Klinik für Nephrologie und internistische
    Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum
     
      Prof. Dr. med. Thomas Sitter,
    Klinikum der Universität München-Innenstadt,
    Ambulanzen für Nieren- und Hochdruckkrankheiten
     
      PD Dr. med. Claudia Sommerer,
    Universitätsklinikum Heidelberg,
    Sektion Nephrologie
     
      Dr. med. Stephanie Titze,
    Universitätsklinikum Erlangen,
    Medizinische Klinik 4, Nephrologie und Hypertensiologie
     
      Prof. Dr. med. Christoph Wanner,
    Universitätsklinikum Würzburg, Abteilung für Nephrologie
      Prof. Dr. med. Gunter Wolf,
    Universitätsklinikum Jena, Medizinische Klinik III
     
  • Berliner Initiative Studie (BIS) (Download der Zusammenfassung)
    Epidemiologie der chronischen Niereninsuffizienz bei über 70-jährigen

    Zur Nierenfunktion bei älteren Menschen gibt es nur wenige Daten zu Häufigkeit und Verteilung in der Bevölkerung (Epidemiologie). Dies betrifft auch die Frage nach der absoluten Häufigkeit von Neuerkrankungen (Inzidenz), nach der relativen Häufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt (Prävalenz), nach Risikofaktoren für die Entstehung einer Niereninsuffizienz und nach einem Fortschreiten der Erkrankung bis zu einem dialysepflichtigen Nierenversagen. Dieser Wissensmangel hat vor allem zwei Gründe: Zum einen hatte das Thema durch die Bevölkerungsdemographie Deutschlands der letzten Jahrzehnte nicht die Brisanz, die es durch das prognostizierte Älterwerden der Gesellschaft auf einmal gewonnen hat. Zum anderen fehlt bis heute eine validierte Methodik zur Erfassung einer Niereninsuffizienz bei Personen über 70 Jahre. Die BIS möchte diese Lücke schließen. weiter

    Website: www.bis.charite.de

    Projektleitung:
     
      Prof. Dr. med. Elke Schäffner
    Dr. Natalie Ebert (stellv.),
    Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum
  • DIAbetes COhoRtE (DIACORE) (Download der Zusammenfassung)
    Eine Studie zur Erforschung möglicher Ursachen der Nierenbeteiligung bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

    Der Diabetes mellitus Typ 2 – im Volksmund auch Alterszucker genannt – ist eine Krankheit, die häufig Nierenschäden wie die diabetische Nephropathie (DNP) verursacht. Diese Schäden machen im schlimmsten Fall eine dauernde "Blutwäsche" (Dialyse) erforderlich. Typische Risikofaktoren sind der Diabetes selbst, aber auch Hypertonie und Rauchen. Diese Faktoren bedingen jedoch nicht das gesamte Risiko für eine DNP – genetische Faktoren scheinen eine zusätzliche Rolle zu spielen. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Regensburg und an der Uniklinik Köln erforschen in einer Beobachtungsstudie die genauen Gründe für die Entstehung der Nierenschäden beim Diabetes mellitus Typ 2 und suchen nach Möglichkeiten, diese zu vermeiden. Dadurch soll die medizinische Versorgung von Diabetikern langfristig verbessert werden. weiter

    Website: www.diacore.de

    Projektleitung:

    Prof. Dr. med. Carsten Böger,
    Universitätsklinikum Regensburg, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II

    Prof. Dr. med. Berhard K. Krämer,
    Universitätsklinikum Mannheim, Medizinische Klinik
     

  • Coronary Artery Disease and REnal Failure (CAD-REF)-Register (Download der Zusammenfassung)
    Ein prospektives Register zur Evaluierung des Krankheitsverlaufs bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) und chronischen Nierenerkrankungen als Basis für therapeutische Ansätze

    Das kardiovaskuläre (Herz-Gefäß-) Risiko chronisch nierenkranker Patienten ist bis zu 20-fach gegenüber der nierengesunden Bevölkerung erhöht und steigt mit zunehmendem Schweregrad der Niereninsuffizienz (Stadium 1-5) sprunghaft an. Diese erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bedingt unter anderem, dass von ca. 6,6 Millionen Nierenkranken in Deutschland nur ca. 82.000 Patienten das dialysepflichtige Terminalstadium (Stadium 5) erreichen. Ziel des Projektes ist es, Mechanismen und Komplikationen im Krankheitsverlauf chronisch nierenkranker Patienten aufzuklären, die einerseits das Fortschreiten der Nierenerkrankung und andererseits das erhöhte kardiovaskuläre Risiko im Rahmen einer akzelerierten (beschleunigten) Arteriosklerose („reno-kardialer Komplex“) bedingen. weiter

    Website: www.cadref.de

    Projektleitung:

    Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Eva Brand,
    Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Universitätsklinikum Münster, Medizinische Klinik und Poliklinik D

    Univ.-Prof. Dr. med. Hermann Pavenstädt,
    Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Universitätsklinikum Münster, Medizinische Klinik und Poliklinik D